Kleinst-/Kleinkinder brauchen zu allererst ein „Nest“. 

Es muss nicht groß sein, aber ruhig und geschützt.

Durch meine langjährige Arbeit als Erzieherin konnte ich ein breites Spektrum an pädagogischen Erfahrungen sammeln. Jedes Kind ist individuell zu betrachten und hat sein eigenes Tempo in seiner Entwicklung. Kleinst-/Kleinkinder brauchen zu allererst ein „Nest“. Es muss nicht groß sein, aber ruhig und geschützt. Wenn das Gefühl von Sicherheit Mut für Entdeckungen und Abenteuer weckt, spielt es am besten. Meine Aufgabe ist es, das Kleinst-/Kleinkind in seinen Lebens- und Entwicklungslagen zu begleiten und zu unterstützen, ihm genügend Zeit zu geben und eine intensive Bindung aufzubauen. Es ist von großer Bedeutung das Kleinst-/Kleinkind zu würdigen und zu respektieren.

Es braucht Zeit um Vertrauen und Nähe aufzubauen. Um seine Intimität zu wahren, sind beispielsweise die pflegerischen Aufgaben in langsamen und vorsichtigen Schritten auszuführen. Eine gesunde und gute Entwicklung erfolgt unter anderem durch sein freies Spiel. Es liegt mir viel daran das Kleinst-/Kleinkind selbstständig spielen zu lassen, es zwar im Spiel zu begleiten, mich jedoch nicht zu sehr „einzumischen“ und dadurch in seiner Phantasie einzugrenzen. Die tägliche „Portion“ frische Luft ist fördernd für seine gesunde Entwicklung und gibt ihm noch mehr Freiraum für seine Bewegung. Durch mein vorbildliches Handeln lernt das Kind und ahmt nach. Ein liebevoller Umgang, eine gepflegte Sprache, selbst ein gepflegtes Äußeres, alles verinnerlicht das Kleinst-/Kleinkind. Auch durch Lieder, kleine Fingerspiele, die ich in meinen Tagesablauf einbringe, lernt das Kind die Sprache. Durch eine herzliche Begrüßung, eine behutsame Pflege oder auch ein einfühlsames „in den Arm nehmen“ um Trost zu spenden, baut das Kind eine intensive Bindung zu mir auf.

Ein geregelter Tagesablauf ist von größter Wichtigkeit für das Kind. Damit das Kind sich sicher und geborgen fühlt, braucht es einen festen Rhythmus. Aus meinen Erfahrungen heraus habe ich festgestellt, dass sich das Kleinst-/Kleinkind ohne einen festen Rhythmus, und ggf. Rituale, völlig verloren und unsicher fühlt. Einen sicheren, umhüllten Raum zu schaffen ist meine bedeutungsvollste Aufgabe als Tagespflegeperson.

Das kleine Kind unter drei Jahren braucht nicht viel um glücklich und gesund zu sein. Unmengen an Spielzeug hindern es in seiner Fantasie und Entwicklung. Ein paar Bauklötze, die es von einer Schüssel in die andere sorgsam umfüllt, ein Schaukelpferdchen oder ein Tunnel zum durch krabbeln, welchen das Kleinst-/Kleinkind zur Bewegung animiert, sind meist schon ausreichend. Kleine kindgerechte Wachsmalblöckchen laden zu ersten Malversuchen ein.

Der Mittagsschlaf ist ganz wichtig! In einem separaten Raum biete ich für alle fünf Kinder einen liebevoll eingerichteten Schlafraum an. Jedes Kind schläft in seinem eigenen Bett. Der Mittagsschlaf ist für das Kind von großer Bedeutung. Im Schlaf erholt es sich, tankt neue Kraft und verarbeitet seine Eindrücke vom bisherigen Tag.

Ich koche sehr gerne! Als Mutter lege ich viel Wert auf eine abwechslungsreiche ausgewogene und gesunde Ernährung. Täglich frisch zubereitete, kindgerechte Gerichte, machen Lust aufs Essen. Gegessen wird gemeinsam an unserem großen Tisch. Frisch gekochter Tee, Wasser oder Apfelschorle stehen zu jeder Tageszeit bereit. Ich biete ein gesundes Frühstück, ein warmes Mittagessen und frisches Obst und Gemüse als Zwischenmahlzeit an. Kinder, die ich bis in den späten Nachmittag betreue, werden selbstverständlich versorgt. Das Verpflegungsgeld wird vertraglich mit den Erziehungsberechtigten individuell geregelt werden.